Naturmuseum St. Gallen

Naturmuseum Neubau, St. Gallen
Offener Wettbewerb, 2009

Die vier ineinander greifenden Volumen geben dem Naturmuseum eine eigenständige und kraftvolle Form, die neben der vertikal dominierenden Kirche bestehen kann und es als öffentliches Gebäude erkennbar machen. Eine grosszügige Treppenanlage führt den Besucher zum Haupteingang, welcher abgehoben von der stark befahrenen Hauptstrasse auf der gleichen Ebene wie die Kirche und der botanische Garten liegt. Die Form der vier ineinander greifenden Kuben widerspiegelt sich strukturell im Innern und beinhaltet thematisch die Dauerausstellungen, die allgemeinen Publikumsräume sowie die Büro- und Werkstatträume. Durch die Geometrie und die Vor- und Rücksprünge werden differenzierte Aussenbereiche gebildet, welche den Bezug zur Umgebung aufnehmen.

Im zweigeschossigen Eingangsbereich erschliesst sich dem Besucher die innenräumliche Konfiguration des Museums – Blickbeziehungen in die Cafeteria und in die Ausstellungssäle des Sockel-, Erd- und Obergeschosses erleichtern die Orientierung. Eine skulptural geformte Treppe verbindet die verschiedenen ineinander geschachtelten Geschosse miteinander.

Die wie ein Bergkristall schimmernde Gebäudehülle ist mit Gläsern verkleidet, die mit Motiven und Texturen aus der Sammlung bedruckt sein könnten. In Analogie zur Sammlung und den Ausstellungsstücken in den Vitrinen lässt sie den Besucher erahnen was sich im Innern erleben, beobachten und erfahren lässt.